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Wandern in Neuseeland
Die richtige Kleidung
So widersinnig es dem Naturfreund auf den ersten Blick erscheinen mag, so sehr sind sich die Experten einig: Die Synthetik hat der Natur in der Kleidung den Rang abgelaufen. Zum guten Teil liegt das in den Nachteilen der Baumwolle begründet, die insbesondere Feuchtigkeit sehr gerne aufnimmt und speichert. Damit wird sie schwer und, direkt auf der Haut getragen, sogar gefährlich, weil der Körper auch bei höheren Außentemperaturen stark auskühlt. Schurwolle ist demgegenüber erheblich besser für Outdoor-Bekleidung geeignet, dabei jedoch recht schwer. Aus diesen Gründen werden Wander-Klamotten meist aus Kunstfasern oder zumindest mit einem hohen Anteil von Kunstfasern gefertigt, zumal sie auch nach einer Wäsche schneller trocknen.
Das Schichtensystem
Idealerweise trägt man viele dünne Schichten von Kleidung übereinander, so dass man sich leicht den verschiedenen Wetterverhältnissen anpassen kann. Die direkt auf der Haut getragene Schicht sollte zumindest am Oberkörper aus Kunstfasern bestehen, da man dort sehr stark schwitzt. Die Verwendung so genannter Funktionsunterwäsche bietet sich an. Ein Satz Ersatzunterwäsche muss auf jeden Fall ins Gepäck für den Fall, dass man einmal völlig durchnässt wird. Will man höher in die Berge ist eventuell auch eine lange Unterhose einzupacken. Alternativ tut es eine lange Laufhose (Running Tight), die man auch unter einer kurzen Hose anziehen kann. Wenn man beim Funktionsunterhemd ein wenig auf die Optik achtet (oder einem das eigene Aussehen egal ist), kann man dieses auch als Oberbekleidung verwenden. Ansonsten werden sich noch ein bis zwei Hemden/Blusen im Gepäck wiederfinden. Auch hier bieten Kunstfasern erhebliche Vorteile. Je nach zu erwartender Witterung sollten dann noch ein bis zwei Fleece-Pullover in den Rucksack. Zwei dünnere Pullover übereinander isolieren mindestens so gut wie ein dicker, können aber auch einzeln angezogen werden. Weiterhin müssen mindestens zwei Hosen ins Gepäck, evtl. eine kurze zusätzlich oder eine der beiden besitzt abnehmbare Beinteile. Spezielle Outdoor-Hosen haben hier den Vorteil, dass sie über zahlreiche Taschen verfügen, in denen man diversen Kleinkram sicher verstauen kann. Verschiedene Hersteller setzen hier auf unterschiedliche Materialien; eine Beratung im Fachgeschäft sollte Einblick bringen.
Wetterschutz
Bei der Beinkleidung gibt es im Wesentlichen zwei Ansätze, sich gegen Wind und Regen zu schützen: Entweder man trägt wie oben erwähnt eine lange Laufhose unter der kurzen Hose oder man trägt eine lange Hose und zieht darüber eine Regenhose an. Letztere gibt es auch in atmungsaktiver Form mit GoreTex-, SympaTex- oder anderen Membranen; sie sind nicht billig. Ist die Hose nicht atmungsaktiv, so kann es passieren, dass zwar kein Wasser von außen eindringt, man aber durch den eigenen Schweiß dennoch klatschnass wird. Wie bei der Regenhose ist es auch bei der als Wetterschutz getragenen Jacke wichtig, dass diese nicht nur wasser-, sondern auch winddicht ist. Bei der Jacke sollte man auf keinen Fall sparen und daher auf jeden Fall eine atmungsaktive Jacke verwenden. Auch diese sind nicht billig; der Preis steigt mit der Verarbeitungsqualität und den Details: Abdichtung der Nähte, Abdeckung der Reißverschlüsse, Belüftungsmöglichkeiten, abriebfeste Schulterteile und eine gute Kapuze gehören zu den wichtigen Kleinigkeiten, auf die zu achten sich lohnt. In manche Jacken kann man auch eine Fleece-Jacke einknüpfen; das ist ganz praktisch, wiegt aber etwas mehr. Handschuhe wird in Neuseeland brauchen, wer im Winter oder in den Höhenlagen der Berge unterwegs ist. Wichtiger dagegen ist ein Kopfschutz in Form einer Mütze oder eines Kopftuchs: Neben der Gefahr der Auskühlung ist es vor allem die Sonne, die einem sonst einigen Schmerz bereiten kann.

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