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Fotoausstattung
Die Kamera
Die digitale Fotografie hat sich in letzter Zeit stark weiterentwickelt, so dass bei nicht zu langen Wanderungen nun auch die Speicherkapazitäten bei genügend guter Bildqualität keine ernsthafte Einschränkung mehr darstellen. Nach der Wanderung kann man die Bilder im nächsten Fotogeschäft oder Internet-Café auf eine CD brennen lassen. Digitalkameras sind meist klein und leicht, benötigen jedoch eine Menge Strom. Daher ist an genügend Batterien und Speicherplatz zu denken. Eine Digitalkamera für qualitativ hochwertige Bilder ist nicht ganz billig.
Für das gute alte Fotoalbum mit nicht zu großen Abzügen kann auch bei höheren Ansprüchen eine gute Kompaktkamera sehr gut geeignet sein. Für ihren Einsatz sprechen vor allem das geringe Gewicht und die geringe Größe. Andererseits muss der Fotograf einen Kompromiss schließen zwischen der Flexibilität im Einsatz und der Bildqualität. Eine Kamera mit einem großen Brennweitenbereich (Zoomobjektiv mit großem Zoombereich) eignet sich für eine Vielzahl von Motiven, aber nur ein kleiner Brennweitenbereich oder gar eine Festbrennweite bieten eine wirklich gute Qualität. Wenn später eher kleinformatige Abzüge den Weg ins Album finden, sollte man dem Zoomobjektiv den Vorzug geben.
Falls größere Abzüge erstellt oder Dias das Resultat der fotografischen Bemühungen werden sollen, scheint eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera das Mittel der Wahl zu sein. Mit ihr kann man gute Qualität erreichen, wobei die Ausrüstung auch auf längeren Wanderungen noch »erträglich« ist. Die Problematik, sich zwischen dem großen Brennweitenbereich der Zoomobjektive und der Qualität der Festbrennweiten entscheiden zu müssen, tritt hier ebenfalls auf mit dem Unterschied, dass man beides mitnehmen kann, sofern man bereit ist, das Gewicht zu tragen.
Objektive
Da Landschaftsaufnahmen vermutlich einen wichtigen Aspekt bilden, scheint ein leichtes Weitwinkel notwendig. Auf der anderen Seite wird man mindestens ein leichtes Teleobjektiv, wenn nicht gar ein stärkeres im Gepäck haben wollen, um Details aus der Landschaft herauslösen und Tiere fotografieren zu können. Für Nahaufnahmen kommen entweder ein Makroobjektiv oder Nahlinsen in Betracht. Schließlich sollte etwas Lichtstarkes im Gepäck sein, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch fotografieren zu können oder man plant ein Stativ ein, das fototechnisch zwar äußerst sinnvoll ist, gepäcktechnisch jedoch ein gewisses Hemmnis darstellt.
Eine Variante besteht in der Mitnahme eines Zooms mit extremem Brennweitenbereich, etwa 28200 mm, mit dem man alles vom leichten Weitwinkel bis zum etwas stärkeren Tele abdeckt. Als lichtstarke Ergänzung bietet sich eine Festbrennweite mit 35 oder 50 mm an. Weitere Varianten wären die Mitnahme eines Weitwinkelzooms und einer Festbrennweite im Telebereich bzw. umgekehrt. Letztere Variante bietet den Vorzug, dass eine Festbrennweite im Weitwinkelbereich, etwa 28 oder 35 mm, auch in den Bildecken des Himmels keine störenden Abschattungen erzeugt. Leichte Telezooms mit etwa 70210 mm Brennweite besitzen manchmal auch eine Makroeinstellung. Als absolute Minimalvariante schließlich kommt das klassische Reportage-Set in Betracht: zwei Festbrennweiten von 35 bzw. 90 mm. Alle diese Varianten können natürlich nach Tragelust ergänzt werden, im letztgenannten Fall beispielsweise um eine Festbrennweite von 200 oder 300 mm.
Fototaschen und Zubehör
Während eine Kompaktkamera leicht im Rucksack zu verstauen ist oder auch in einer Tasche untergebracht werden kann, stellt sich bei einer größeren Ausrüstung die Frage nach dem Transport unterwegs. Hervorragend geeignet für das Wandern mit Fotoausrüstung ist das Street&Field-System von Lowe, ein modulares System aus Kamerataschen und Objektivköchern, die sich an einem speziellen Tragegurt, aber auch am Beckengurt und den seitlichen Kompressionsriemen eines normalen Rucksacks leicht befestigen lassen. Bei Bedarf verschwinden die einzelnen Taschen auch einfach im Inneren des Rucksacks. Tatonka bietet mittlerweile ein ähnliches System an.
Weitere wichtige Utensilien sind ein UV- und Polfilter sowie ein Ministativ, falls man kein vollwertiges bei sich hat. Von Leki gibt es ein interessantes Einbeinstativ: einen Wanderstock, der mit einem Stativgewinde versehen wurde. Eine ausreichende Anzahl von Filmen ist ebenfalls nicht zu verachten: Negativfilme sind auch in Neuseeland überall zu bekommen, Diafilme sind teurer und nicht ganz so einfach erhältlich. Genügend lichtstarke Objektive vorausgesetzt, ist eine Empfindlichkeit von ISO 100/21° ausreichend.

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